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Checkliste für den Player-Kauf

[ft] Zum Abschluss wollen wir Ihnen noch eine kurze Übersicht an die Hand geben, die den Kauf eines Blu-ray-Players erleichtern soll. Dabei gehen wir davon aus, dass Sie sämtliche Blu-ray-Inhalte abspielen möchten.
Technische Standards
Standardmäßig ist ein Blu-ray-Player abwärtskompatibel und kann sowohl DVDs als auch CDs abspielen. Da Blu-ray-Brenner noch eine Seltenheit sind, brauchen Sie noch nicht auf die Kompatibilität zu unterschiedlichen Rohlingen zu achten.
Wie hoch ist der Stromverbrauch? Er sollte 40 Watt nicht übersteigen.
Güte des Laufwerks
Wie lang gestalten sich die Ladezeiten, gemessen vom Punkt des Anschaltens bis zum ersten Blu-ray-Inhalt?
Falls Sie auch DVDs in gehobener Qualität anschauen möchten, sollten Sie auf ein leistungsfähiges Upscaling achten. Diese Information erhalten Sie jedoch nur aus fachspezifischen Testberichten.
Das Gleiche gilt für das korrekte De-Interlacing, also den Zusammenbau von Halbbildern zu einem Vollbild, was bei DVDs eine wichtige Rolle spielt.
Eine flexible Fehlerkorrektur darf natürlich auch nicht fehlen. Wegen der äußerst robusten Schutzschicht der Blu-ray ist aber auch dieser Punkt hauptsächlich für DVDs wichtig. Schließlich sollen Ihre Lieblings-DVDs auch abgespielt werden können, wenn sich Kratzer darauf befinden.
Bonus-Kompatibilität
Besitzt das Gerät das Profil 1.1 um Bild-in-Bild-Extras zu ermöglichen? Oder hat es sogar das Profil 2.0, das zudem auch noch Interaktionsmöglichkeiten mit dem Internet bietet?
Wie groß ist der interne Speicher, um BD-Live-Inhalte herunterzuladen? Ist er durch eine SD-Karte oder über einen USB-Anschluss erweiterbar und liegt ein entsprechendes Speichermedium gleich bei?
AV-Verarbeitung/Datenübertragung
Standardmäßig sind in allen Playern folgende Videocodecs eingebaut: MPEG-2, MPEG-4 (AVC) und VC-1.
Bei den Audiocodecs sollten Sie besonders auf folgende achten, damit Sie auch Lossless-Sound genießen können: DTS-HD MA, Dolby True HD. Standardmäßig dürfen auch die Codecs Dolby Digital Plus und DTS-HD HR sowie Dolby Digital und DTS nicht fehlen.
Ist der Player 24p-fähig bzw. kann er die originale Kinofrequenz wiedergeben?
Besitzt der Player einen HDMI-1.3-Ausgang?
Liegt ein HDMI-Kabel bei? Wenn nicht, sollten Sie sich unbedingt eines zulegen. Falls Sie einen AV-Receiver dazwischenschalten, benötigen Sie zwei.
Falls Sie bereits einen älteren AV-Receiver ohne HDMI-1.3-Unterstützung besitzen und dennoch Lossless-Sound hören möchten, achten Sie am besten auf einen analogen 5.1- oder 7.1-Ausgang, passend zu den Lossless-Codecs.
Über Testberichte können Sie sich auch informieren, wie sauber die Wiedergabequalität des Sounds abläuft, wenn der Player selber decodiert.
Bezüglich der Qualität der Videowiedergabe haben wir übrigens bei unseren bisherigen Tests noch keine gravierenden Unterschiede zwischen den Playern feststellen können.
Playstation 3 oder nicht Playstation 3?
Pro: Die PS3 ist multimedial einsetzbar und alle Prozesse werden durch einen potenten Hauptprozessor (Cell-Chip) verwaltet. Durch ständige Updates ist das Gerät immer auf dem neusten Stand. Die USB-Anschlüsse, eine umfangreiche Festplatte und generell die von Sony entwickelten Hardware-Erweiterungen machen aus der Konsole das digitale Unterhaltungszentrum schlechthin.
Kontra: Der Hauptprozessor saugt viel Energie, weshalb der Verbrauch bei happigen 120 Watt liegt, also dem Drei- bis Sechsfachen von dem, was andere Player verbrauchen. Das schwere Bollwerk passt zudem auch nicht in jedes Wohnzimmer und besitzt keine Analoganschlüsse für ältere AV-Receiver, weshalb sich in diesen Punkten ein guter Stand-alone-Player besser macht.

erschienen in: Blu-ray Magazin Ausgabe 6/08


